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Fragen an die Praxis

Hier finden Sie nützliche Hinweise und Erklärungen zu Themen, nach denen Patient:innen häufig fragen.

Was ist ein Glukose-Toleranztest?

Mit dem Glukose-Toleranztest lässt sich unterscheiden, ob eine Neigung zur oder eine bestehende Zuckerkrankheit vorliegt. Nach einer Nüchtern-Blutzuckerbestimmung wird eine standardisierte Glukoselösung getrunken und erneut der Blutzucker gemessen. Es gibt vier Möglichkeiten: (1) Nüchtern- und Belastungswerte normal – wahrscheinlich kein Diabetes; (2) Nüchternzucker zu hoch, Belastungswerte gut – „impaired fasting glucose"; (3) Nüchternwert normal, Belastungswerte zu hoch – pathologische Zuckertoleranz; (4) beide Werte zu hoch – dies beweist einen Diabetes mellitus.

Was ist ein C13-Atemtest?

Mit dem C13-Atemtest lässt sich ermitteln, ob im Magen Helicobacter-Erreger vorhanden sind. Diese Bakterien sind relativ weit verbreitet und häufig Ursache von Magenbeschwerden. Als reiner Suchtest ist er jedoch nicht immer sinnvoll, da zunächst weitere Informationen fehlen (liegt z. B. gleichzeitig eine Gastritis oder ein Magengeschwür vor?). Zur ersten Diagnostik ist die Magenspiegelung (Gastroskopie) unverzichtbar. Als Kontrolle einer zuvor behandelten, gesicherten Infektion kann der Atemtest jedoch eine erneute Spiegelung ersparen.

Warum habe ich kein Antibiotikum bekommen, obwohl ich erkältet bin?

Rund 80 % aller Erkältungsinfekte werden durch Viren verursacht – gegen diese hilft ein Antibiotikum überhaupt nicht, da es nur gegen Bakterien wirkt. Selbst von den verbleibenden 20 % bakteriellen Infektionen profitieren nicht alle. Antibiotika können zudem die körpereigene Abwehr beeinflussen und die Darmflora stören. Vor allem aber fördert unnötiger Einsatz die Resistenzentwicklung: Bakterien werden zunehmend unempfindlich, und unsere Waffen gegen schwere Infektionen werden stumpfer. Deshalb klären wir zunächst, ob ein bakterieller Infekt wahrscheinlich und ein Antibiotikum sinnvoll ist – dann verordnen wir es selbstverständlich. Übrigens: Ein gelber Schnupfen ist nicht zwangsläufig „eitrig" und kein sicheres Zeichen für eine bakterielle Infektion.

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